Warum ausgerechnet der Kühlschrank
Die Idee ist bestechend einfach: Jede Wohnung hat einen Kühlschrank, er steht fast immer in der Küche, und Rettungskräfte finden ihn ohne zu suchen. In der Kühlschranktür steht eine kleine Dose mit einem Infoblatt. Zwei Aufkleber, einer innen an der Haustür, einer am Kühlschrank, sagen den Helfern: Hier liegt etwas für euch.
Das funktioniert nur, wenn die Rettungsdienste die Dose kennen. In vielen Landkreisen und Städten ist sie über Seniorenbüros, Apotheken oder Hilfsorganisationen eingeführt worden, und die Leitstellen wissen Bescheid. Frag bei deiner Gemeinde oder Apotheke nach, ob es die Notfalldose bei euch gibt. Wenn ja, ist sie eine der günstigsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt.
Was hineingehört und was nicht
In die Dose gehört ein Blatt, das die erste Stunde erleichtert:
- Name, Geburtsdatum, Krankenkasse
- Diagnosen, Allergien, Implantate, Medikamentenplan
- Hausärztin, Notfallkontakt mit Telefonnummer
- Hinweis: „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht vorhanden, liegen im Notfallordner im Wohnzimmerschrank“ und wer bevollmächtigt ist
Nicht hinein gehören die Originale von Vollmacht und Patientenverfügung. Der Rettungsdienst braucht sie in diesem Moment nicht, und du willst sie nicht in der Küche lagern. Die Dose ist ein Wegweiser, der Notfallordner ist das Ziel.
Und wie alles in der Vorsorge gilt: aktuell halten. Ein Medikamentenplan von vor drei Jahren kann mehr schaden als nutzen. Einmal im Jahr durchsehen, am besten zusammen mit dem Notfallordner.
